Was leistet E-Mobilität?

Angeblicher Rechenfehler in Klimabilanz von Elektrofahrzeugen sorgt für Furore – was steckt hinter der Unterstellung?

Elektromobilität befindet sich im Aufwind und trägt einen wichtigen Teil dazu bei, CO2-Emissionen zu reduzieren. Ist dem so? Der im Juni veröffentlichte offene Brief einiger Wissenschaftler an die Europäische Kommission sorgte kurzzeitig für Furore. Das Potenzial von Elektrofahrzeugen zur Minderung von CO2-Emissionen sei aufgrund eines Rechenfehlers viel zu hoch berechnet worden. Nach Einschätzung von Experten liegen die Verfasser des Briefes mit ihrer Unterstellung falsch: unter anderem schreibe die zugrunde gelegte Modellierung zusätzlich anfallende CO2-Emissionen infolge eines höheren Strombedarfs ausschließlich der Technologie «Elektromobilität» zu. Weiter wird nicht berücksichtigt, dass Elektrofahrzeug-Ladevorgänge sehr flexibel sind. So können die E-Fahrzeuge beispielsweise dann laden, wenn ohnehin viel Strom aus erneuerbaren Energien im Netz ist. In diesem Fall würde Elektromobilität nicht für einen Mehrbedarf sorgen, sondern den Stromüberschuss im Netz verwenden, der sonst ungenutzt bliebe.
Fakt ist, um die Klimaziele zu erreichen, ist es notwendig, zu emissionsarmer und -freier Mobilität überzugehen, wozu die Elektrifizierung des Verkehrs einen wesentlichen Beitrag leistet. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wieso Experten den Brief als «hochgradig peinliches Lobbyistenschreiben» deklarieren.

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