Energienebenkosten 2027

Die neue Umlagen und Netzentgelte stehen fest.

Neben dem eigentlichen Energiepreis bestimmen Netzentgelte, Abgaben, Umlagen und Steuern die Kosten der Energieversorgung. Die für 2027 veröffentlichten Werte zeigen steigende bundesweite Stromumlagen und höhere vorläufige Übertragungsnetzentgelte. Bei den regionalen Netzentgelten sowie den Gasnebenkosten fällt die Entwicklung unterschiedlich aus.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Veränderungen und erläutern, welche Preisbestandteile für kirchliche und soziale Einrichtungen besonders relevant sind.

Stromnebenkosten 2027

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die bundeseinheitlichen Umlagen für das kommende Jahr veröffentlicht. Besonders deutlich steigen die Offshore-Netzumlage und der Aufschlag für besondere Netznutzung.

Insgesamt steigen diese drei Stromumlagen damit um 0,675 ct/kWh (+23 %) gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung ausgewählter Stromnebenkosten von 2025 bis 2027 ist in der folgenden Grafik dargestellt. 

Die Offshore-Netzumlage dient insbesondere der Finanzierung der Netzanbindung von Windparks auf See. Über die KWKG-Umlage wird die effiziente gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme gefördert. Der Aufschlag für besondere Netznutzung finanziert unter anderem Entlastungen bestimmter Netznutzer sowie Kosten im Zusammenhang mit der Integration erneuerbarer Energien.

Übertragungsnetzentgelte steigen – regionale Unterschiede bleiben

Auch die vorläufig veröffentlichten durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte steigen: von 2,86 ct/kWh im Jahr 2026 auf 3,54 ct/kWh für 2027. Das entspricht einem Anstieg von rund 24 Prozent. Diese Kosten wirken sich indirekt auch auf die Stromversorgung in nachgelagerten Netzen aus. Für einzelne Abnahmestellen sind jedoch die Entgelte des zuständigen örtlichen Netzbetreibers maßgeblich; sie können regional unterschiedlich ausfallen.

Die vorläufigen Übertragungsnetzentgelte für 2027 wurden bereits unter Berücksichtigung des geplanten Bundeszuschusses von 5,525 Milliarden Euro berechnet und unter Vorbehalt der noch ausstehenden gesetzlichen Absicherung veröffentlicht. Ohne den Zuschuss könnten sie höher ausfallen. 

Gasnebenkosten 2027

Auch beim Erdgas sind verschiedene Preisbestandteile zu berücksichtigen. Die Bilanzierungsumlagen für Standardlastprofil- und leistungsgemessene Kunden bleiben bei null.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Gaspreises sind die CO₂-Kosten. Für 2027 ist vorgesehen, den nationalen CO₂-Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne fortzuführen. Der Bundestag hat der entsprechenden Gesetzesänderung bereits zugestimmt.

Die Gasnetzentgelte hängen wiederum vom jeweiligen Netzgebiet ab. Auch hier sind unterschiedliche Entwicklungen möglich.

Was bedeutet das für Kunden von KSE Energie?

KSE Energie berechnet die allgemeinen Energienebenkosten entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen transparent und gibt sie jeweils in der gültigen Höhe weiter.

Damit der Verbrauch rund um den Jahreswechsel möglichst genau den unterschiedlichen Abrechnungszeiträumen zugeordnet werden kann, ist ein aktueller Zählerstand besonders wichtig. Wir bitten Sie deshalb, Ihre Zähler zum 31. Dezember 2026 abzulesen und uns die Werte fristgerecht zu übermitteln. Nutzen Sie hierfür am einfachsten unsere Online-Zählerstanderfassung  oder das Kundenportal. 

Bei Fragen zur Abrechnung oder zu den Energienebenkosten steht Ihnen unsere Kundenbetreuung gerne zur Verfügung.