Energienebenkosten 2024

KSE Energie gibt die für das Lieferjahr 2024 veröffentlichten Energienebenkosten für Strom und Gas 1:1 an ihre Kunden weiter.

Die Energienebenkosten – Abgaben, Umlagen und Netzentgelte – für das Lieferjahr 2024 sind von den Übertragungsnetzbetreibern und der Trading Hub Europe GmbH (THE) veröffentlicht worden. Entsprechend der vertraglich vereinbarten Eins-zu-eins-Abrechnung der Energienebenkosten berechnet KSE Energie neben dem festen Energiepreis sämtliche allgemeinen Preisbestandteile in der jeweils vorgegebenen Höhe an ihre Kunden weiter. 

Die Abgaben und Umlagen im Bereich Strom sinken leicht. Seit der Abschaffung der EEG-Umlage in 2022 machen die Stromnebenkosten nur noch einen kleinen Anteil des Strompreises aus. Die verbleibenden Abgaben und Umlagen reduzieren sich für das Lieferjahr 2024 in Summe um rund 2,3 Prozent. So wird der Anstieg der Offshore-Haftungsumlage von fast 11 Prozent durch die Beitragsreduzierungen des KWKG-Aufschlags von rund 23 Prozent sowie der § 19 StromNEV-Umlage von 3,4 Prozent positiv ausgeglichen. Die Abschaltbare-Lasten-Verordnung (AbLaV) ist bereits am 1. Juli 2022 außer Kraft getreten, wobei die Kosten-/Umlageregelung nach § 18 AbLaV erst am 31. Dezember 2023 ausläuft. Nachberechnungen sind demnach bis Ende 2023 möglich.

Die Abgaben und Umlagen im Bereich Erdgas sinken ebenfalls. Dies resultiert hauptsächlich aus der Festlegung der Bilanzierungsumlage von zuvor 0,57 ct/kWh (SLP) und 0,39 ct/kWh (RLM) auf 0 Cent zum 1. Oktober 2023. Die Anhebung der Gasspeicherumlage nach § 35e Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) von 0,059 ct/kWh auf 0,145 ct/kWh wurde bereits zum Juli 2023 entschieden. Von Januar bis Juni 2024 wird die Gasspeicherumlage um 0,41 Euro/MWh auf 1,86 Euro/MWh steigen. Die Kostenerhöhung der CO2-Bepreisung ist im Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) definiert, wonach die nächste Anpassung für Erdgas zum 1. Januar 2024 von 30 €/t auf 35 €/t erfolgt.

Abzuwarten bleibt, ob die Bundesregierung den Plan in die Tat umsetzt, die Sonderregelung der befristet reduzierten Mehrwertsteuer auf Gaslieferungen drei Monate früher als geplant bereits zum 1. Januar 2024 auslaufen zu lassen. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt, um die Verbraucher zu entlasten. Grund für die aktuell diskutierte vorzeitige Anhebung auf den regulären Mehrwertsteuersatz sei, dass sich die Marktpreise früher als gedacht beruhigt hätten. Die Rückkehr der Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent würde den zugrundeliegenden Preis um rund 11 Prozent erhöhen.

Die – noch vorläufigen – Netzentgelte für Strom und Erdgas sind auf der Internetseite des jeweils zuständigen Netzbetreibers einzusehen. Dessen Namen finden Sie z. B. auf Ihrer Rechnung. Die Netzentgelte betreffend sind bei fast allen Netzbetreibern im Bereich Strom hohe Kostensteigerungen zu erwarten. Grund hierfür sind wie im Vorjahr notwendige Infrastrukturinvestitionen sowie die Marktpreisentwicklungen im Bereich Energie und Rohstoffe infolge der geopolitischen Ereignisse. Bei den Gasnetzentgelten werden voraussichtlich größtenteils nur leichte Änderungen zu verzeichnen sein.

Die für 2024 veröffentlichten Abgaben und Umlagen sowie die Vorjahreswerte finden Sie in der obenstehenden Übersicht.