Kirchen effizient heizen

Studie bestätigt Heizkosteneinsparung, CO₂-Reduktion und Behaglichkeit durch Hybridkonzept in Kirchen.

Eine Kombination aus moderat abgesenkter Raumtemperatur, bedarfsgerecht betriebener bestehender Zentralheizung sowie körpernaher Wärme durch mobile Sitzheizkissen kann Energiekosten und CO₂-Emissionen in Kirchen deutlich senken, ohne den Komfort für Besuchende zu beeinträchtigen. Gleichzeitig bleiben die klimatischen Bedingungen zum Schutz von Orgeln, Kunstwerken und Bausubstanz erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Februar 2026 veröffentlichte Studie der Technischen Universität Dresden.

Erstmals wurde damit ein Hybridheizungskonzept aus vorhandener Zentralheizung (Erdgas, Fernwärme, Wärmepumpe) und elektrisch betriebenen mobilen Sitzheizkissen wissenschaftlich untersucht. Die Forschenden analysierten anhand numerischer Simulationen Energiebedarf, Betriebskosten, CO₂-Emissionen und thermische Behaglichkeit.

Untersuchungen für typische Bestandskirche 

Grundlage der Untersuchung waren Simulationen für eine typische Bestandskirche sowie Messdaten der Kirche St. Walburga im Erzbistum Köln. Neben energetischen Kennwerten betrachteten die Forschenden auch bauphysikalische Anforderungen wie Luftfeuchte und Schutz der Ausstattung.

Die während der Veranstaltungen eingesetzten Sitzheizkissen verbesserten in allen untersuchten Szenarien die thermische Behaglichkeit deutlich, selbst bei reduzierten Raumtemperaturen. Dadurch lassen sich Komfortverluste vermeiden, während gleichzeitig Heizkosten und klimaschädliche Emissionen sinken. Für einzelne Standorte ergaben sich Einsparungen von mehreren tausend Euro pro Jahr sowie CO₂-Reduktionen von bis zu rund 1,85 Tonnen jährlich.

Verbreitete Annahmen widerlegt

Die Ergebnisse widerlegen weiterhin verbreitete Annahmen zur Kirchenbeheizung. So zeigte sich, dass niedrigere Raumtemperaturen deutlich größere Einsparungen ermöglichen als häufig angenommen: Pro abgesenktem Kelvin sank der Energiebedarf um bis zu elf Prozent und damit deutlich stärker als die häufig angenommenen sechs Prozent. Zudem benötigt eine durchgehende Beheizung mit 14 Grad Celsius etwa doppelt so viel Energie wie ein intermittierender Betrieb mit abgesenkter Grundtemperatur.

In der Summe bestätigen die Ergebnisse ein Hybridkonzept aus reduzierter Grundtemperatur, intermittierendem Heizungsbetrieb und körpernaher Wärme als besonders effiziente Lösung für Kirchengebäude. 

Klar ist aber auch: Ein zentrales Heizsystem bleibt notwendig, um Gebäudehülle und Ausstattung zu schützen. Das Hybridkonzept eignet sich insbesondere für modulare Sanierungen, bei denen bestehende Heiztechnik weiter genutzt und schrittweise modernisiert wird – mit sofortiger CO₂-Reduktion.

Die Studie „Energetische Analyse zu einem Hybridheizungssystem für Kirchen“ kann Kirchengemeinden und Planenden als Orientierung für Sanierungen und Erweiterungen bestehender Heizsysteme dienen. Weiterhin liefert sie Hinweise für die Positionierung und Auslegung von Wärmeübertragungsflächen in Kirchengebäuden. Der Abschlussbericht der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) steht kostenfrei im Internet zum Download bereit. Die Untersuchung wurde im Auftrag der Theod. Mahr Söhne GmbH, Spezialist für die Beheizung und Klimatisierung von Kirchengebäuden, sowie der Moonich GmbH, Hersteller der mobilen Sitzheizkissen „heatme“, durchgeführt. 

Gerne beliefern wir Sie mit Heizenergie von Kirche für Kirche. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an und wir beraten Sie in Ihrem Sinne.

Jetzt Angebot anfragen