Energienebenkosten 2026

KSE Energie gibt die für das Jahr 2026 veröffentlichten Energienebenkosten für Strom und Gas 1:1 an ihre Kunden weiter.

Die Energienebenkosten – Abgaben, Umlagen und Netzentgelte – für das Jahr 2026 sind von den Übertragungsnetzbetreibern und der Trading Hub Europe GmbH (THE) veröffentlicht worden. Entsprechend der vertraglich vereinbarten Eins-zu-eins-Abrechnung der Energienebenkosten berechnet KSE Energie neben dem festen Energiepreis sämtliche allgemeinen Preisbestandteile in der jeweils vorgegebenen Höhe an ihre Kunden weiter.
 

Stromnebenkosten 2026 

Staatliche Umlagen steigen

Für das Jahr 2026 kündigen die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) spürbare Erhöhungen bei den staatlich veranlassten Bestandteilen des Strompreises an. Unter Berücksichtigung der gleichbleibenden Stromsteuer von 2,05 Cent je Kilowattstunde (kWh) steigen die Abgaben und Umlagen um rund 0,295 Cent je kWh, was rund 6,3 Prozent entspricht.

Am stärksten fällt die Erhöhung bei dem KWKG-Aufschlag (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) aus. Dieser steigt von bislang 0,277 auf 0,446 Cent je kWh, ein Anstieg von etwa 61 Prozent. Auch die Offshore-Haftungsumlage wird erhöht von 0,816 auf 0,941 Cent je kWh. Der Aufschlag für besondere Netznutzung (bis einschl. 2024: "§19 StromNEV-Umlage") bleibt dagegen nahezu stabil bei etwa 1,559 Cent je kWh.
 

Staatlicher Zuschuss soll Netzentgelte entlasten

Trotz steigender Umlagen könnte der Gesamtstrompreis im kommenden Jahr stabil bleiben oder sogar leicht sinken. Grund dafür ist ein geplanter Bundeszuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro, mit dem die Übertragungskosten im Stromnetz reduziert werden sollen.

Laut ÜNB könnte dieser Zuschuss die Netzentgelte um bis zu 57 Prozent senken – von durchschnittlich 6,65 auf 2,86 Cent je kWh. Voraussetzung ist, dass der Bundestag die entsprechenden gesetzlichen Regelungen bis spätestens 5. Dezember 2025 verabschiedet.

Ohne diesen Zuschuss müssten Verbraucherinnen und Verbraucher allerdings mit deutlich höheren Netzentgelten rechnen.

Nachtrag: Am 13. November 2025 hat der Bundestag den Gesetzentwurf zur Gewährung des Zuschusses für die Übertragungsnetzkosten im Jahr 2026 verabschiedet. Demnach sollen 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) bereitgestellt werden, um die Strompreise für private Haushalte und Unternehmen zu entlasten.


EEG-Finanzierungsbedarf leicht rückläufig

Auch wenn die EEG-Umlage weiterhin entfällt, wird der Finanzierungsbedarf des EEG-Kontos jährlich neu berechnet. Für 2026 beträgt dieser laut ÜNB 16,152 Milliarden Euro, etwa 5,2 Prozent weniger als im laufenden Jahr. Der Bedarf wird durch den Bundeshaushalt ausgeglichen. Positiv wirkt sich auch der steigende Kontostand des EEG-Kontos aus, der Ende 2025 voraussichtlich 1,586 Milliarden Euro betragen soll (Vorjahr: 500 Millionen Euro). Diese Mittel tragen zur Finanzierung und Stabilisierung des Strompreises bei.
 

Ausblick

Insgesamt zeigen die aktuellen Berechnungen: Die staatlichen Preisbestandteile im Strom steigen, während entlastende Maßnahmen wie der geplante Netzentgeltzuschuss oder das gut gefüllte EEG-Konto den Preisanstieg teilweise abfedern könnten.

Wie sich die Strompreise 2026 letztlich entwickeln, hängt jedoch stark von den politischen Entscheidungen der kommenden Monate und der Finanzierung über den Bundeshaushalt ab.

 

Gasnebenkosten 2026

Für das Jahr 2026 stehen bei den Gaspreisen einige Veränderungen an. Während die Gasspeicherumlage entfällt, ist mit einem Anstieg anderer Kostenfaktoren wie Netzentgelte und CO₂-Abgaben zu rechnen.
 

Deutlicher Anstieg der Gasnetzentgelte

Die Gasnetzentgelte steigen 2026 bundesweit spürbar an. Nach den ersten vorläufig veröffentlichten Entgelten erhöhen sich die Kosten laut ene’t durchschnittlich um rund 10 – 12 Prozent. In einigen Regionen wird allerdings auch eine Senkung der Entgelte erwartet. Die zum Teil geplanten Entgeltentlastungen reichen nach aktuellem Stand nicht aus, um den allgemeinen Preistrend umzukehren. Welche durchschnittlichen Mehrkosten auf Gasverbrauchende zukommen und mit welchen Werten 2026 zu planen ist, wird sich nach Festlegung der Netzentgelte zeigen. Diese sind auf der Internetseite des jeweils zuständigen Netzbetreibers einzusehen. Dessen Namen finden Sie z. B. auf Ihrer Rechnung.

Grund für die steigenden Netzentgelte ist unter anderem, dass immer weniger Gaskunden die Fixkosten tragen, während Netzbetreiber ihre Investitionen schneller abschreiben, solange noch genügend Verbraucher angeschlossen sind.
 

Abgaben und Umlagen Gas

Entlastung kommt hingegen durch den Wegfall der Gasspeicherumlage zum 1. Januar 2026. Bisher lag diese bei 0,289 Cent pro kWh.  
Ein weiterer Preistreiber ist die vordefinierte Kostenerhöhung der CO2-Bepreisung, welche im Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) festgelegt ist. Demnach erfolgt die nächste Anpassung für Erdgas zum 1. Januar 2026 von 55 €/t auf 65 €/t.
 

Ausblick

Nach der Energiekrise haben sich die Gaspreise stabilisiert. 2025 war bereits ein leichter Rückgang erkennbar, der sich 2026 fortsetzen könnte – begünstigt durch die Streichung der Gasspeicherumlage und stabile Großhandelspreise.

Gleichzeitig könnten steigende Netzentgelte und der höhere CO₂-Preis diese Entlastungen teilweise ausgleichen. Verbraucher sollten daher auf eine insgesamt moderat steigende Preisentwicklung vorbereitet sein, trotz der positiven Signale am Markt.

 

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